Südafrika´s weiße Farmer-Frauen: „Ich schlafe nur mit der Waffe neben mir ein!“

Südafrika ist die Hölle für Weiße geworden – Unsere Medien interessiert dieser Rassismus aber nicht

Die US-Bloggerin Lauren Southern ist auf Südafrika-Reise. Ihr Thema: das Leben der weißen Farmer, die inzwischen reihenweise ermordet, gefoltert und überfallen werden, ohne dass die Welt empört aufschreit. In ihrer neuen Folge besucht Southern die Frauen der weißen Farmer und berichtet über ihren Alltag voller Angst.

Von Marilla Slominski

„Es wird oft gesagt, dass harte Zeiten starke Männer hervorbringen und dieser Satz passt auf niemanden besser, als auf die afrikanischen Farmer. Trotz Dürren, Kriminalität und der drohenden Enteignung ihrer Farmen durch die Regierung gehen sie Tag für Tag auf ihre Felder und bewirtschaften ihr Land. Doch bei all diesen Geschichten, musste ich immer an ihre Familien denken. Die Männer verlassen täglich ihre Häuser und müssen ihre Frauen und Kinder für Stunden allein zurücklassend. Angesichts der schrecklichen Attacken, die ständig auf die weißen Farmer Südafrikas verübt werden, wollte ich wissen, wie das tägliche Leben für die Frauen der Farmer ist,“ beginnt Lauren Southern ihr neues Video.

Ihr erster Besuch führt sie auf eine Farm am Ostkap Südafrikas. „Wenn du in diesem Land auf einer Farm lebst, bist du nicht sicher. Du bist nie sicher. Du musst dich jede Nacht einschließen, besonders wenn du alleine bist. Einfach um besser einschlafen zu können, versperre ich das Tor, hole die Waffe raus und lege sie auf meinen Nachttisch. Anders kannst du nicht schlafen, du bist sonst die ganze Nacht wach. Ich schlafe immer mit der Waffe neben mir, für den Fall dass jemand einbricht und versucht, uns zu töten oder etwas zu stehlen. Immer wieder denke ich daran, das Land zu verlassen und irgendwo hinzugehen wo es sicher ist, z.B. nach Neuseeland. Aber dann verlierst du deinen Glauben, deine Kultur, deine Freunde und deine Familie,“ erklärt die junge weiße Farmersfrau mit ihrer kleinen Tochter auf dem Schoß.

Eine dieser Frauen, die Lauren Southern besuchte, lebt in Aberdeen und hat eine solche Attacke erlebt. Sie und ihre Kinder waren zuhause, als ihr Mann überfallen und ihm ins Gesicht geschossen wurde.

„Ich bin an diesem Morgen aufgestanden und habe ein schreckliches Geräusch gehört. Mein Sohn und meine kleine Tochter waren im Haus und ich weiß nicht warum, ich habe einfach angefangen zu schreien.

Es ging so schnell, ich bin an mein Schlafzimmerfenster gerannt und sah wie Leute über die Mauer sprangen und da war es schon vorbei. Ich bin raus aus dem Haus und sah das Blut. Erst da war mir klar, dass auf meinen Mann geschossen worden war. Die Spuren sind immer noch an den Wänden zu sehen“, weint sie.

„Du hörst jeden Tag von solchen Überfällen, es vergeht nicht eine Woche ohne so eine Farmattacke. Mein Mann überlebte diesen Angriff, doch bei anderen geht das nicht so gut aus wie bei uns.

Unter der Woche bin ich allein hier draußen, meine Kinder sind in einer Schule und ich gehe nicht vor die Tür. Ich schließe alles ab. Der Überfall hat einen großen Einfluss auf mein Leben. Ich habe Angst vor einer weiteren Attacke, mir ist der Frieden geraubt worden. Ich kann mich nie mehr in meinem zuhause sicher fühlen,“ erzählt sie und bricht wieder in Tränen aus.

„Trotz aller Anstrengungen seitens ihrer Ehemänner: Diese Frauen fühlen sich verlassen. Isoliert in ihrem zuhause, während ihre Männer die nötige Arbeit verrichten, isoliert in einem Land, in dem die Zahl dieser Attacken stetig steigt und die Regierung nichts tut, um das zu verhindern. Sie fühlen sich verlassen vom Rest der Welt, der ihre Geschichten nicht hören will. Das macht ihre Angst nur noch größer und das Ergebnis ist, dass sie ein einsames Leben hinter Stacheldraht, vergitterten Fenstern und elektrischen Zäunen verbringen müssen“, schließt Lauren Southern ihren neuen Bericht aus dem erneut rassistischen Südafrika, in dem sich der Hass jetzt auf Weiße richtet.

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